Laubbläser

Kunterbuntes Herbstlaub bietet einen schönen Anblick solange es noch an den Bäumen hängt. Ist es abgefallen, sollte es umgehend eingesammelt und entfernt werden. Im eigenen Garten beschwert es den Rasen, der dann keine Luft mehr zum Atmen hat, auf dem Nachbargrundstück hat es nichts zu suchen und auf den öffentlichen Verkehrsflächen wie Straße und Gehweg besteht die gesetzliche Pflicht zur Entfernung, um Unfälle zu vermeiden.

Die komfortable Alternative zum Handrechen zeigt sich mit einem Laubbläser oder Laubsauger, wobei es sich bei diesen beiden Modellen zur Laubbeseitigung um zwei unterschiedliche Geräte handelt. Der Laubbläser eignet sich vor allem, um abgefallenes Laub von größeren Flächen ohne großen Arbeits- und Kraftaufwand zu lösen und zusammenzutragen.

Funktionsweise Laubbläser

Ein Laubbläser setzt sich aus der Motoreinheit, die über Stromkabel, Akku oder Benzin betrieben wird und einem robusten Kunststoffrohr, durch das ein hoher Luftstrom geblasen wird, zusammen. Das Kunststoffrohr kann eine maximale Länge von ca. einem Meter haben. Das Gewicht dieser Geräte liegt zwischen 1,5 und 6 kg. Laubbläser verfügen oftmals über eine Reihe von Ausstattungsextras wie Start/Stopp Schalter, Softgrip, Tragegurt, verstellbare Rohrlänge, elektronische Drehzahlregelung. Mit einem Laubbläser können Blätter, Laub, leichter Grünschnitt & Unkraut feine Äste, mitunter auch Schnee aufgehoben und zentral an einem Punkt gesammelt werden.

Der Laubbläser erzeugt mit seinem Motor einen Luftstrom (je nach Motorleistung bis zu 210 km/h), der Laub vom Boden anhebt und an einem zentralen Punkt auftürmt. Dabei kann die Rohröffnung für den Luftstrom nach oben oder nach vorne gerichtet sein. Zeigt sie nach oben, lässt sich nasses, klebendes Laub vom Untergrund leicht anheben. Zeigt die Öffnung nach vorne, wird das Laub von der Stelle weg zu einem zentralen Punkt bewegt. Dass so gesammelte Laub muss allerdings noch von Hand in einen Behälter getan und entsorgt werden. Es finden sich auch Kombinationsgeräte aus Laubbläser und Laubsauger im Handel, die das gesammelte Laub aufnehmen und es mitunter auch gleich häckseln.

Unterschiede zwischen Laubbläser und Laubsauger

Laubbläser und Laubsauger sind keinesfalls identische Geräte wie oftmals fälschlicherweise angenommen wird. Wie die Bezeichnungen erkennen lassen, bläst ein Laubsauger das Laub zusammen, während der Laubsauger es direkt an Ort und Stelle in einen Fangsack oder -korb aufsaugt. Einige Modelle besitzen zudem einen integrierten Häckslermotor, der das aufgenommene Laub direkt zerkleinert. Heute bietet der Markt sogar Laubbläser und Laubpuster in einem Gerät, was natürlich den maximalen Komfort darstellt.

Laub professionell aufsammeln

Laubbläser Ausführungen

Laubbläser finden sich im Handel je nach Motorantrieb als elektrische Geräte mit Kabel oder Akku sowie benzinbetriebene Geräte. Kabelgebundene Geräte eignen sich für den Einsatz in kleineren Bereichen, wobei es beim Kauf durchaus auf die Kabellänge ankommt. Laubsauger mit Akku bieten einen flexiblen Arbeitsradius, hier ist auf die Akkulaufzeit sowie die Ladezeiten zu achten. Eine hohe Arbeitsflexibilität ist auch bei Benzin Laubbläsern gegeben. Sie bieten im Gegensatz zu den Akku betriebenen Geräten den Vorteil, dass Benzin schnell nachgefüllt werden kann und die Arbeitsunterbrechung nur wenige Minuten dauert. Welches Modell für den individuellen Bedarf das Richtige ist, hängt von Faktoren wie Gewicht, zu bearbeitende Fläche, Geräuschentwicklung, Mobilität ab.

Vorteile Laubbläser

Laubbläser sind wertvolle Helfer, wenn es darum geht, große und feuchte Mengen Laub anzuheben und sie an einem bestimmten Punkt zu sammeln. Sie bieten eine Reihe von Vorteilen, auch im Vergleich zu einem Laubsauger.

  • Automatische, ergonomische und intuitive Arbeitsweise: Laub mit einem klassischen Rechen zusammenzufegen, das geht in Arme und Rücken. Laubbläser erledigen das automatisch und ergonomisch. Viele Modelle verfügen über einen Tragegurt, mit dem das Gewicht des Motors auf den Schultern verteilt werden kann und somit die Arm- und Handkraft schont. Laubbläser sind intuitiv und auch für den Laien unkompliziert zu bedienen.
  • Für nasses und klebriges Laub ideal: Im Gegensatz zu einem Laubsauger, kommt der Laubbläser mit seinem konzentrierten, starken Luftstrom auch mit feuchtem, nassem Laub zurecht. Er kann es optimal anheben und sogar weiterbewegen.
  • Schützt Kleinstlebewesen & Mikroorganismen: Da der Laubbläser weder Grünschnitt noch Blätter einsaugt und schon gar nicht zerkleinert, bietet er Kleinstlebewesen auf und in der Erde einen effektiven Schutz. Diese nützlichen Helfer sind wichtig für eine gesunde Bodenbeschaffenheit, für die Kompostierung und erfüllen im Garten zahlreiche Aufgaben, die Bäume, Sträucher, Blumen, selbstangebaute Gemüse, Kräuter und Früchte stärken.
  • Eignet sich hervorragend für große Einsatzflächen: Ein großes Privatgrundstück, weitläufige Gewerbeflächen, öffentliche Grünlandschaften und Parks, auf denen viel Laub und leichter Grünschnitt anfällt, sind genau die richtigen Areale für den Einsatz von Laubbläsern. Sie heben feuchtes Laub an und sammeln alles auf einem großen Haufen. Von hier aus kann der Laubberg abtransportiert, ggf. selbst gehäckselt und entsorgt werden. Mit einem Laubsauger würde es viel zu viel Zeit kosten, große Flächen zu bearbeiten, allein das ständige Leeren des Fangsacks stellt einen großen Zeitaufwand dar.
  • Laubentfernung an schwierigen Stellen leicht gemacht: Wenn sich abgefallenes Laub zwischen Ästen, Zweigen, Sträuchern oder im bunt blühenden Herbstblumenbeet festgesetzt hat, sind Rechen, Harke oder Laubsauger keine gute Idee, denn mit diesen Werkzeugen und Geräten kann Schaden angerichtet werden. Nicht so mit einem Laubbläser, der Laub und andere Bestandteile wegpustet, so dass sie auf einer freien Flächen aufgeschichtet werden können. Das gilt auch für verwinkelt angelegte Grünflächen, um Blätter ohne Beschädigung der Bepflanzung zusammenzutragen.

Nachteile Laubbläser

Nicht unerwähnt bleiben sollen die Nachteile eines Laubbläsers. So ist das Gerät bei starkem Wind ungeeignet, auch die Geräuschentwicklung zeigt sich je nach Modell höher. Zu beachten sind definitiv und gerade auf privatem Wohngelände die Betriebs- und Ruhezeiten. Zur eigenen Sicherheit sollten Gehör und Augen beim Einsatz eines Laubbläsers geschützt werden.

  • Laubentsorgung von Hand oder mit zusätzlichen Geräten: Da ein Laubpuster keinen Fangsack/Fangkorb besitzt, muss der zusammengetragene Laubhaufen von Hand in ein geeignetes Behältnis umgeschichtet und entsprechend weiterverarbeitet oder entsorgt werden. Wer das Laub als Dünger verwenden will, kann es in einem Häcksler für den privaten Gebrauch zu Mulch zerkleinern.
  • Schutz von Ohren und Augen durch geeignete Maßnahmen: Ein Laubläser kann durchaus Lärm machen, je nachdem wie hoch die Motorleistung ausgelegt ist. Gerade benzinbetriebene Geräte erreichen hier Werte über 115 Dezibel. Daher ist ein spezieller Kapselgehörschutz beim Einsatz der Geräte angeraten, um die direkte Lärmbelastung für das Gehör zu mindern. Da ein Laubbläser nicht nur Laub mit seinem Luftstrom, sondern auch Schmutz, Steinchen, spitze Gegenstände von der Fläche aufwirbelt, sollte eine Schutzbrille nicht fehlen.
  • Schwere Geräte fordern Kraft und Ausdauer: Der Laubbläser muss mit beiden Händen festgehalten werden. Viele Modelle verfügen über einen praktischen Tragegurt, der das Gewicht besser verteilt. Dennoch können einige Schwergewichte ganz schön in Arme, Kreuz und Schulter gehen, Kraft und Ausdauer erfordern.
  • Nicht geeignet für den Einsatz an windigen Tagen: Wind ist der größte natürliche Feind des Laubsaugers, denn er weht die zusammengetragenen Häufchen wieder munter durcheinander. Hier schneidet der Laubsauger durch seine Sogwirkung deutlich besser ab, denn ihm ist es egal, wie steif der Wind bläst.
  • Einhaltung von gesetzlichen Betriebs- und Ruhezeiten: Die Maschinenlärmschutzverordnung für die Nutzung von lärmverursachenden Geräten in Wohngegenden sieht für Laubbläser wie auch Laubsauger Betriebszeiten vor. Weiterhin sind die gesetzlichen Ruhezeiten, die der Ruhestörung vorbeugen, zu beachten. Diese müssen eingehalten werden, ansonsten drohen Strafen. Auch sollte es im Interesse jedes Einzelnen liegen, sich nicht stundenlang mit dem Laubbläser zu beschäftigten und Rücksicht auf Nachbarn und Mieter zu nehmen.
Laub verstopft einen Gulli und sollte entfernt werden

Laubbläser und Lärmschutz

Laubbläser und Laubsauger arbeiten nicht unbedingt leise, wobei der konkrete Geräuschpegel vom jeweiligen Gerät abhängig ist. Im Schnitt erreichen sie einen Lärmpegel bis 85 Dezibel, mitunter höher. Es finden sich jedoch auch Laubpuster mit EG-Umweltkennzeichen, die als geräuscharm ausgewiesen sind.

Der beliebige Einsatz von Laubsaugern ist in Wohngebieten nicht gestattet. Hier kommt die Maschinenlärmschutzverordnung (§ 7) zur Anwendung. An Werktagen gelten hier allgemein die Betriebszeiten von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 17 Uhr, wobei es für Bundesländer, Städte und Gemeinden auch abweichende Regelungen geben kann. Als geräuscharm eingestufte Geräte dürfen in der Zeit zwischen 7 und 20 Uhr betrieben werden.

Laubbläser von namhaften Herstellern

Gerade bei Gartengeräten setzen Verbraucher und Kunden auf die bewährte Qualität von renommierten Herstellern. Zu den bekannten und beliebten Markennamen für Laubbläser zählen z.B. Bosch, Gardena, Einhell, Husquarna, Makita, Stihl.

Laubläser kaufen oder leihen

Zwischen 50 und 300 Euro kann ein Laubbläser je nach Ausführung und Ausstattungsmerkmalen kosten, Kombinationsgeräte, die Laub sammeln, saugen und häckseln kosten mehr. Der Preis alleine ist für Käufer nicht ausschlaggebend, vielmehr bestimmen u.a. Leistung, Art des Motorantriebs, Geräuschentwicklung, Gewicht, Einsatzbereiche die Kaufentscheidung. Alternativ lassen sich die entsprechenden Geräte auch in Baumärkten oder Fachhandelsgeschäften gegen Gebühr ausleihen.